Don't Assume ist die kürzeste Consent-Regel der Szene: Geh nicht davon aus. Zustimmung lässt sich an keinem Menschen ablesen, weder am Outfit noch am Verhalten noch am Ort. Wer wissen will, ob etwas in Ordnung ist, fragt. Alles andere ist Raten mit fremdem Einsatz.
Was keine Zustimmung ist
Das Outfit nicht. Wer wenig anhat, hat sich angezogen, nicht angeboten. Das Flirten nicht. Ein Gespräch, ein Blick, ein Tanz sind genau das und kein Vorvertrag über den Rest des Abends. Der Ort nicht. Ein Club mit Darkroom ist ein Rahmen, in dem etwas möglich ist, keine Zone, in der es vorausgesetzt wird. Jeder dieser drei Punkte wird regelmäßig als Beleg behandelt, und keiner ist einer.
Auch ein Label ist keine Zustimmung
Der vierte Punkt wird am häufigsten übersehen. Top, Bottom, Sub, kinky: Was jemand im Profil stehen hat, beschreibt Vorlieben. Es beantwortet keine Frage, die niemand gestellt hat. Ein Label sagt, was jemand grundsätzlich mag. Es sagt nichts darüber, ob er es heute, hier und mit dir will. Rollen sind Information, keine Abmachung.
AT TWINK DEATH
Der englische Kernsatz dieses Eintrags lautet "Labels inform. Consent decides." Frag. Dann hör zu, was zurückkommt, auch wenn es ein Nein ist, auch wenn es leise kommt. Eine Zustimmung, die du dir zusammenreimst, ist keine. Und sie gilt immer nur für das, worüber gesprochen wurde.
Verwandte Begriffe
- Consent — die Zustimmung selbst, samt ihrer Bedingungen.
- Labels — was Bezeichnungen leisten und was nicht.
- Personal Space — dieselbe Regel, angewendet auf Abstand.
Awareness bei TWINK DEATH, Meldewege und Ablauf: Awareness-Policy