Vers ist die Kurzform von versatile und bezeichnet meist jemanden, der beide Rollen mag: mal aktiv, mal receptive. Manche wechseln innerhalb einer Nacht, andere über Monate hinweg. Die Angabe sagt, dass beides möglich oder erwünscht ist — nicht, dass beides gleich oft vorkommt.
Damit ist Vers keine Zwischenstufe und kein Kompromiss zwischen zwei festen Positionen. Es ist eine eigene Auskunft, und sie ist im Zweifel die praktischste von allen, weil sie eine Verabredung offen hält, statt sie vorab zu sortieren.
Vers Top und Vers Bottom
Deshalb existieren die Präzisierungen. Vers Top heißt, dass die Tendenz zur aktiven Seite geht, Vers Bottom entsprechend zur anderen. Beide Angaben widersprechen dem Grundbegriff nicht, sie justieren ihn nur feiner. Vorlieben verschwinden schließlich nicht, bloß weil jemand für beides offen ist. Sie geben nur nicht mehr die Richtung des ganzen Abends vor.
Ein zweites Missverständnis hält sich hartnäckig: Vers sei eine Fifty-fifty-Zusage. Ist es nicht. Niemand führt Buch, und niemand schuldet dem anderen eine ausgeglichene Bilanz am Ende des Jahres. Wer über Wochen nur in eine Richtung Lust hat, hört deshalb nicht auf, vers zu sein.
AT TWINK DEATH
Auf die Frage, was heute läuft, ist die ehrlichste Antwort oft schlicht: "Depends on the guy." Das ist keine Ausweichbewegung, sondern eine Auskunft. Chemie entscheidet, nicht das Profil. Und was heute stimmt, kann in drei Wochen anders aussehen, ohne dass irgendwer eine Korrektur nachreichen müsste. Auf dem Floor beantwortet sich die Frage ohnehin meistens von selbst.