Switch bezeichnet meist jemanden, der sowohl dominante als auch submissive Rollen einnehmen kann und will. Welche Seite gerade läuft, hängt von der Person gegenüber ab, von der Situation und von der Stimmung. Ein Switch ist deshalb nicht unentschlossen, sondern in beiden Richtungen zu Hause.
Was entscheidet, welche Seite läuft
Meistens die Chemie. Manche Konstellationen holen die eine Seite hervor, andere die andere, und niemand kann das vorher zuverlässig ansagen. Darin liegt der Reiz und zugleich die Anforderung: Beide Richtungen wollen besprochen werden, bevor sie stattfinden. Ein Wechsel mitten in einer Szene ist unproblematisch, solange er angesagt und nicht vorausgesetzt wird.
Praktisch heißt das, zweimal zu klären statt einmal. Wer heute führt, kann beim nächsten Mal geführt werden, und beide Male gelten eigene Absprachen. Das ist mehr Aufwand als eine feste Rollenverteilung, aber genau dieser Aufwand ist der Grund, warum es funktioniert.
Häufig entscheidet dabei die Vertrautheit. Die submissive Seite zeigen viele erst dort, wo sie den anderen kennen, während die dominante in einer flüchtigen Begegnung leichter fällt. Es gibt genauso den umgekehrten Fall, in dem gerade das Anonyme etwas möglich macht, was mit einem Vertrauten nicht ginge. Beides kommt vor, und beides muss niemand begründen.
AT TWINK DEATH
Rollen sind keine Verträge. Was du letztes Mal warst, verpflichtet dich zu nichts, und niemand muss erklären, warum heute etwas anderes stimmt. Die Regel dazu passt in eine Zeile: "Switch the energy. Keep the consent." Das Einzige, was den Wechsel nicht mitmacht, ist die Absprache.
Verwandte Begriffe
- Dom — die eine Hälfte, an manchen Abenden.
- Sub — die andere, an anderen.
- Vers — dieselbe Beweglichkeit, nur auf der anderen Achse.
Für die Regeln vor Ort gilt die Awareness-Policy.