Nein. Das Dictionary erklärt, wie Begriffe in der queeren Szene üblicherweise verwendet werden. Es legt nicht fest, was jemand ist, sein darf oder sein müsste. Der Unterschied zwischen einem Wörterbuch und einem Regelwerk ist der ganze Zweck dieser Serie.
Sprache ändert sich, Communities auch
Kein Begriff hier steht seit jeher fest. Worte wandern zwischen Städten, Szenen und Generationen, verlieren Bedeutungen und sammeln neue ein. Dieselbe Bezeichnung meint in Hamburg etwas anderes als in Berlin, im Chat etwas anderes als an der Bar, mit zwanzig etwas anderes als mit vierzig. Menschen benutzen Worte verschieden, und sie dürfen das. Ein Eintrag, der etwas anderes behauptet, wäre schlicht falsch.
Was hier steht und was nicht
Jeder Eintrag beschreibt den üblichen Gebrauch. Deshalb steht in fast jedem "bezeichnet meist" und nicht "ist". Was nicht darin steht, ist eine Zuweisung. Kein Text dieser Serie sagt dir, welches Wort auf dich zutrifft, ab wann du dazugehörst oder was du mitzubringen hast. Ein Wörterbuch ist keine Türpolitik. Wer die Einträge als Prüfliste liest, hat die Richtung umgedreht: Die Begriffe stehen dir zur Verfügung, nicht umgekehrt.
AT TWINK DEATH
Du definierst dich. Du benennst deine Grenzen. Wir respektieren sie. Das ist die gesamte Abmachung, und sie hängt an keiner Bezeichnung. Der englische Kernsatz dieses Eintrags lautet "Know the language. Write your own definition." Die Sprache zu kennen hilft, sich in einer Szene zu bewegen. Was du daraus machst, ist deine Sache.
Verwandte Begriffe
- Labels — was Bezeichnungen leisten, wenn man sie richtig herum benutzt.
- Welcome to Twink Death — der Eintrag, auf den die ganze Serie zuläuft.