Community First ist die Reihenfolge, in der eine Veranstaltung ihre Prioritäten setzt: erst die Menschen, dann alles andere. Der Begriff beschreibt keine Zielgruppe und kein Programm, sondern eine Entscheidung darüber, woran ein Abend gemessen wird.
Eine Party existiert nicht wegen ihrer DJs, nicht wegen der Location und nicht wegen ihrer Marke. Ohne Menschen gibt es keine Szene, und das gilt auch dann, wenn Line-up, Raum und Sound stimmen. Ein Abend, an dem alles Sichtbare funktioniert und trotzdem niemand bleibt, ist der Beweis dafür.
Der Begriff wird gern als freundliche Formel benutzt, weil er gut aussieht und zunächst nichts kostet. Der Unterschied liegt darin, ob er etwas ändert. Er ändert etwas, wenn er in Entscheidungen auftaucht: wer gebucht wird und warum, was an der Tür gilt, wie mit einer Meldung umgegangen wird, ob Awareness eine Position im Budget ist oder ein Satz auf einer Website.
Und Community entsteht nicht durch Ähnlichkeit. Sie entsteht durch geteilten Raum, in dem sich Leute anständig behandeln, die wenig gemeinsam haben — anderes Alter, andere Herkunft, anderer Musikgeschmack ab acht Uhr morgens. Der Anspruch ist nicht, dass sich alle mögen. Der Anspruch ist, dass alle denselben Abend haben können.
AT TWINK DEATH
Daher der eigene Satz: Twink Death is more than a party. Verschiedene Körper, verschiedene Geschichten, ein Dancefloor. Wer zum ersten Mal da ist, gehört genauso zum Abend wie jemand, der jeden Termin mitgenommen hat.
Verwandte Begriffe
- Chosen Family — was daraus über Jahre werden kann.
- Awareness — der Punkt, an dem sich der Anspruch beweist.
- Look Out For Each Other — Community im konkreten Fall.