B2B steht für Back to Back und bezeichnet ein Set, das sich zwei DJs teilen. Sie stehen gemeinsam in der Booth und wechseln sich ab, üblicherweise Track für Track, an denselben Geräten. Verschiedene Selektionen, verschiedene Instinkte, ein Set. Seltener spielen auch drei oder mehr zusammen.
Nein, nicht Business-to-Business
Wer den Begriff aus dem Arbeitskontext kennt, liegt hier falsch: Mit Geschäftsbeziehungen hat das nichts zu tun. Der zweite Irrtum ist hartnäckiger und sitzt in der Szene selbst, nämlich die Vorstellung, ein B2B sei ein Duell. Zwei DJs, die sich gegenseitig übertrumpfen wollen, produzieren ein Set aus lauter Höhepunkten ohne Bogen. Der Floor merkt das nach zwanzig Minuten.
Was ein gutes B2B stattdessen ist: ein Gespräch, geführt über Musik. Einer legt eine Richtung an, der andere beantwortet sie, verschiebt sie, führt sie weiter. Man hört den Unterschied zwischen zwei Handschriften und trotzdem eine gemeinsame Linie.
Wie ein B2B in der Praxis läuft
- Abwechselnd ein Track, manchmal auch zwei, je nach Absprache.
- Kurze Zeichen statt langer Diskussionen. In der Booth ist es zu laut zum Reden.
- Vorbereitung hilft, aber der Reiz liegt darin, dass niemand den nächsten Track des anderen kennt.
- Wer zuerst auflegt, gibt Tempo und Stimmung vor und legt damit fest, woran der andere anknüpft.
AT TWINK DEATH
Unsere Residents spielen die Reihe zusammen, und ein B2B ist der Moment, in dem man hört, warum. Zwei Leute, die sich kennen, treiben sich gegenseitig in Richtungen, die keiner allein gegangen wäre. Manchmal ist das durchdacht, manchmal geht es in einem Track komplett woanders hin.
"Sometimes planned. Sometimes chaotic. Hopefully both."
Zwei DJs. Eine Booth.